Digitales Versorgungszentrum
Mit dem Projekt Digi⬝VZ wollen wir zur Stärkung der kommunalen Gesundheitsversorgung in der Region, der Entlastung der Hausärzte sowie zur Etablierung einer wohnortnahen und patientenzentrierten Versorgung unter Nutzung von organisatorischen und technischen Innovationen beitragen.
Das Modellvorhaben Digi⬝VZ ist ein Gemeinschaftsprojekt des MEDIS Ärztenetzes in Elsterwerda und der Firma MEYTEC GmbH Medizinsysteme aus Werneuchen.
Modellvorhaben
Das Modellvorhaben sieht den Aufbau, die Vernetzung und den Probebetrieb einer umfassenden Versorgung durch speziell qualifizierte und arztunterstützende Gemeindepflegekräfte auf Grundlage einer telemedizinisch assistierten Versorgung in einer ländlichen, dünn besiedelten Region vor.
Die Aufgaben der Digi⬝VZ-Gemeindeschwester umfassen digital unterstütztes Casemanagement und Behandlung von Patienten sowohl in den Räumen des Digi⬝VZ als auch aufsuchend in der Häuslichkeit der Patienten.
Als Modellkommune wurde hier im ersten Schritt die Gemeinde Döllingen im Amtsbereich des Amtes Plessa ausgewählt, da die Gemeinde über keine eigene hausärztliche Praxis mehr verfügt, lediglich alle 14 Tage mit einer hausärztlichen Zweigsprechstunde aus Plessa versorgt ist. Für Digi⬝VZ wurden hier geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.
Weitere Gemeinden können im Projektverlauf noch hinzukommen.
Digi⬝VZ-Team
Unsere Fachkräfte sind ausgebildete Krankenschwestern und Krankenpfleger. Sie haben langjährige Berufserfahrung und wurden zusätzlich sechs Monate an einer medizinischen Fakultät ausgebildet und staatlich geprüft.
Die medizinischen Fachkräfte der Digi⬝VZ bilden eine primärversorgende Zwischeninstanz zwischen Arzt und Pflege und werden vom jeweiligen Hausarzt mit der eigenständigen Versorgung bestimmter Patientengruppen und Krankheitsbilder betraut.
Sie stehen dabei in engem Austausch mit den beauftragenden Hausärzten und können auf umfangreiche telemedizin- und medizintechnische Unterstützung durch den Partner MEYTEC zurückgreifen.
Neben mobilen Diagnosegeräten zur Erfassung der wichtigsten Vitalparameter kann beispielsweise auch der Hausarzt per Videokonsultation hinzugezogen werden.
Diagnostik
Mithilfe telemedizinfähiger Diagnosegeräte lassen sich die wichtigsten Vitalparameter schnell und zuverlässig erfassen. Durch die unmittelbare Übertragung der gemessenen Daten können Ärzte und medizinisches Fachpersonal frühzeitig Entwicklungen erkennen und bei Bedarf schnell reagieren.
Videokonsultation
Während einer Videokonsultation mit einem Arzt aus dem regionalen Ärztenetzwerk besteht die Möglichkeit, über die Kompetenzen der Digi⬝VZ-Fachkräfte hinausgehende medizinische Anliegen unmittelbar in der Anlaufstelle zu besprechen.
Ärztenetz
Im Projekt wird bewusst auf die bereits bestehenden regionalen Strukturen des MEDIS Ärztenetzes aufgebaut, um die Schaffung von autonomen Parallelstrukturen zu vermeiden.
Unterstützt durch "digitale Helfer" aus dem MEDIS Ärztenetzwerk kann die Digi⬝VZ-Gemeindeschwester weitgehend eigenständig agieren, um den von den Hausärzten übertragenen Versorgungsauftrag zu erfüllen.
Telemedizin
Der Technikpartner MEYTEC GmbH Medizinsysteme richtet eine telemedizinische Plattform für eine speziell qualifizierte und arztunterstützende Digi⬝VZ-Gemeindeschwester ein und testet diese im Einsatz unter realen Bedingungen.
Förderung
Das Projekt wird vom 01.01.2026 bis zum 31.12.2028 im Förderbereich "WIR! – Wandel durch Innovation in der Region" mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF neue Bezeichnung: BMFTR - Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt ) gefördert.